Archiv für das Tag 'Selbständigkeit'

Mai 17 2010

Arbeitszeit eines Existenzgründers

Autor: GB. Abgelegt unter Allgemein

Auch wenn man nicht jede eigene Erfahrung verallgemeinern kann, so würde ich doch davon ausgehen, dass die meisten Existenzgründer den Arbeitsaufwand einer Gründung unterschätzen.

Nach einer Untersuchung für Fach- und Führungskräfte gehen 38 % der Arbeitszeit für unproduktive Tätigkeiten verloren. Dabei darf man in dieser Untersuchung davon ausgehen, dass diesen Kräften eine Infrastruktur zur Verfügung steht, welche Existenzgründer in der Regel erst aufbauen müssen. Deshalb dürfte der Anteil der unproduktiven Arbeiten für Existenzgründer noch deutlich höher liegen.

Insbesondere wenn die Selbständigkeit zunächst von einem “Home-Office” aus ausgeübt wird, besteht die Gefahr, dass noch weitere kostbare Arbeitszeit für unproduktive Tätigkeiten bzw. Ablenkungen verloren geht.

Wer sich eine Vollexistenz aufbauen möchte, tut gut daran, nicht mit einer 40-Stunden-Woche zu kalkulieren, sondern mindestens mit 50 Stunden die Woche – oder mehr.

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Jan 21 2010

Zahl der Existenzgründungen im letzten Jahr gestiegen

Autor: GB. Abgelegt unter Allgemein

Nach Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) betrug die Zahl der Existenzgründungen 2009 ca. 410.000. Damit stieg die Anzahl der Existenzgründer im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 %. Gleichzeitig ging die Zahl der Liquidationen um 2,6 % auf 397.000 zurück, so dass sich ein positiver Gründungssaldo ergab.

Dagegen haben die Insolvenzen, die in der Gesamtheit der Liquidationen enthalten sind, um 17 % auf 34.399  zugenommen. Dies war angesichts der Wirtschaftslage aber auch zu erwarten. Erst 2010 dürfte die Frage, ob der steigende Trend bei den Insolvenzen gestoppt werden kann, für die weitere Entwicklung entscheidend werden.

Auch wenn die Arbeitslosigkeit 2009  nicht im befürchteten Maße zugenommen hat, blieb für viele Existenzgründer keine Alternative zur Selbständigkeit. Diese nicht ganz freiwilligen Existenzgründungen müssen aber nicht zwangsläufig ein negatives Phänomen darstellen; sie zeigen auch die für den Arbeitsmarkt gewünschte Flexibilität der Gründer, die bei besserer Wirtschaftslage durchaus auch wieder eine (abhängige) Beschäftigung finden können.

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Jun 15 2009

Haben Sie eine Geschäftsidee?

Autor: Reinhold Kuffer. Abgelegt unter Geschäftsidee

Eigentlich überflüssig die Frage, sollte man meinen. Doch wenn man sich die Ideen mancher Existenzgründer ansieht, dann ist die Frage leider berechtigt. Die 100. Kneipe , der 200. Taxifahrer oder der 50. Friseur-salon in der Stadt ohne ein besonderes Alleinstellungsmerkmal sind leider keine Geschäftsideen, sondern eher Geldvernichtungsideen.

Die Geschäftsidee sollte auf jeden Fall eine – oder mehrere - Beson-derheiten aufweisen, die am besten noch durch besondere Vor- und Branchenkenntnisse des Gründers untermauert werden.

Während es im Dienstleistungsbereich noch einigermaßen einfach ist, eine neue Geschäftsidee zu finden, setzt der Handel schon gewisse Vorkenntnisse voraus, die man nach dem Start nur mehr mühsam und vor allem mit viel – auch finanziellem – Aufwand erst erlernen kann. Und wer gar in die Produktion neu einsteigen will, muss meist schon ein Experte auf dem Gebiete sein.

Auch wenn kommerzielle Anbieter von Geschäftsideen oft den “Kopieren & Einfügen”-Befehl benutzen, ist es m.E. doch meistens sinnvoll, die Angebote einmal durchzusehen. Dazu gibt es inzwischen neben Fach-zeitschriften eine Reihe von Quellen im Internet, die hier nicht einzeln aufgeführt werden sollen. Die Eingabe des Begriffs “Geschäftsidee” in eine der führenden Suchmaschinen genügt in der Regel. Vielleicht findet man dabei zwar nichts genau Passendes für sich, aber Anregungen oder nachahmenswerte oder entwicklungsfähige Anstöße erhält man dabei allemal. 

Möchte man ins Internet-Business einsteigen, so lohnt sich oft ein Blick über den Atlantik, da die Branche dort einfach weiter entwickelt ist als in Europa.

Auch nivellierte Berufe wie die Freien Berufe sollten inzwischen mehr als die berufsübliche Leistungen anzubieten haben. Ein Rechtsanwalt, der ins Haus kommt oder Spezialkenntnisse aufweist, bekommt bei sich verschärfender Konkurrenz einfach eher ein Bein auf den Boden. Oder ein Zahnarzt kann mit neuen Behandlungsmethoden vielleicht Patienten anlocken, die das anfangs sonst verwaiste Wartezimmer schnell füllen. Dass ein Webshop kein Selbstläufer ist, mussten inzwischen viele Jungunternehmer enttäuscht feststellen.

Es lohnt sich also,den Weg in die Selbständigkeit durch eine ausgiebige Recherche der Geschäftsidee vorzubereiten und zu planen.

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