denkt sich mancher Existenzgründer, wenn er zum ersten Mal die Gliederung eines Businessplans sieht. Für Leute, die nicht tagtäglich mit Konzepten und Planzahlen zu tun haben, ist das “Sammelsurium” an Angaben und Zahlen schlicht verwirrend. Sie möchten am liebsten in der Praxis loslegen und nicht über ihr Projekt “philosophieren”.
Doch ist der Wert eines Businessplans kaum bestreitbar. Erst wenn sich der Gründer hinreichend Gedanken über sein Projekt gemacht hat – und sei es noch so klein -, kann er seine meist eher vagen Gefühle und Einschätzungen zumindest etwas objektivieren. Und die Erstellung eines Businessplans ist einfach nur ein Mittel, um über sein Projekt nachzudenken. Und wenn man schon beim Nachdenken ist, bietet es sich ja an, seine Gedanken zu Papier zu bringen, damit andere, die einen gewissen Abstand zum Projekt haben, diese nachvollziehen und beurteilen können.
Und wenn Sie als Existenzgründer die Meinung Dritter wenig interessiert, dann wird diese spätestens dann wichtig, wenn Sie fremde Unterstützung – insbesondere finanzielle durch Fördermittel oder Bankfinanzierung - in Anspruch nehmen möchten. Gerade Banken haben ein lebhaftes Interesse an Ihrem Geschäftskonzept, wenn sie es finanzieren sollen.
Dabei gibt es eine Vielzahl von Hilfsmittel zur Erstellung eines Business-Plans. Das Internet ist voll von Ratschlägen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Als Beispiel sei das Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erwähnt, das eigens für Existenzgründer ins WWW gestellt worden ist. Dort gibt es im Übrigen auch ein Online-Tool zur Erstellung eines Businessplans.
Wer mit dem Internet auf Kriegsfuß steht – für einen Jungunternehmer schon aus Marketinggründen nicht gerade empfehlenswert -, kann oft auch eine kostenlose Erstberatung z.B. bei IHK und Handwerkskammern oder auch kommerziellen Anbietern in einem Vier-Augen-Gespräch in Anspruch nehmen.
Wem dies zu “billig” ist, der kann sein gesamtes Projekt von einem Unternehmensberater oder Wirtschaftsprüfer/Steuerberater professionell begleiten lassen. Dabei sollte man bei der Auswahl bereits darauf ach-ten, dass die Existenzgründungsberatung einen Tätigkeitsschwerpunkt seines Beraters ausmacht. Die Berater erstellen den Businessplan dann im Zusammenwirken mit dem Jungunternehmer in spe. Dabei sollte man aber auch auf unangenehme Fragen, die bis zur Ablehnung des Unternehmenskonzepts reichen können, gefasst sein.